Spinnenaffen

 

Ordnung:

Primaten

Familie:

Cebidae

Art:

Ateles geoffroyi


Ihre schwarzen, braunen oder rötlichen Oberkörper identifizieren die Spinnenaffen. Ihr Gesicht hat oft eine "Maske" von blasser, unpigmentierter Haut um Augen und Schnauze. Ihre Unterarme, Unterbeine und Füße sind gewöhnlich schwarz oder dunkel. Ihr Unterkörper ist gewöhnlich heller als schwarz, weiß, blaßbraun, rötlich oder stumpfgelb, aber bei einigen Populationen ist er auch schwarz. Spinnenaffen sind individuell und geographisch sehr variabel.

Sie leben überall in Zentralamerika: an beiden Küsten von Süd-Mexiko bis Süd-Kolumbien, Darién und Panama, westlich der Anden und in Zentral-Equador und an den nördlichen Küsten von Kolumbien und Venezuela. Sie sind durch Abholzungen und Fragmentierung ihres geographischen Wohnraumes und weil sie wegen ihres Fleisches gejagt werden bedroht. Sie leiden auch unter Gelbfieber-Epidemien. Spinnenaffen scheinen große Flächen ungestörten Waldes zum Überleben zu brauchen. (CITES Anhang I)

Ihre Rufe sind laute, anhaltende Schreie, die man über große Entfernungen hinweg hören kann, und ein kurzes, trillerndes Gewieher, das man in der Nähe hören kann; bei Alarm bellen sie wie ein Rudel Hunde. Sie sind lärmende Reisende, die lange, krachende Sprünge durch das Walddach machen. Sie sind tagaktiv, baumbewohnend und bewegen sich in Gruppen von bis zu 35 Mitgliedern; Mitglieder größerer Gruppen teilen sich zur Nahrungssuche in kleinere Gruppen auf. Ihr Futter besteht aus reifen Früchten, einigen Blättern und Blüten. Bewegungsfähigkeit, Fortpflanzung und Verhalten der zentralamerikanischen Spinnenaffen ist ähnlich denen der schwarzen Spinnenaffen, außer daß die Weibchen alle 2 bis 4 Jahren Junge gebaren. Sie sind im vollentwickelten Regenwald und im laubtragenden Wald zu finden.

Spinnenaffen werden auch mono arana, mono Negro, marimonda, brasilargol und mono colorado auf spanisch und yerré und maax in Maya genannt.

 


Mexikanischer Schwarzer Brüllaffe

Ordnung:

Primaten

Familie:

Cebidae

Art:

Alouatta pigra


Der mexikanische Schwarze Brüllaffe ist ganz schwarz, sein Fell ist lang. Das Skrotum der Männchen, die über 3 - 4 Monate alt sind, ist weiß und vorstehend. Ihre Schultern sind robust, das Hinterteil ist unproportional schmal und schwach-aussehend. Ihr Schwanz ist ein Greifschwanz und wird oft aufgerollt getragen. Sie sind ähnlich den Mantel-Brüllaffen (Alouatta palliata); beide haben einen hellen Sattel oder Fransen an den Seiten. Zentralamerikanische Spinnenaffen (Ateles geoffroyi) leben im gleichen Gebiet. Sie sind braun oder silbern, mit hellem Bauch und hellen Masken um den Augen.

Das Röhren der Brüllaffen ist ein lauter Chor von Brüllern, gewöhnlich dauert es mehrere Minuten, speziell in der Morgendämmerung, am späten Nachmittag und während Regenstürmen. Das Brüllen, ausgestoßen von den Männchen, beginnt als eine schneller werdende Serie von tiefen Grunzern, die sich in langes, tiefes Röhren steigert. Die Weibchen treten mit höherem Röhren ein. Bei Alarm gibt ein Affe der Gruppe einige weiche Grunzer von sich. Sie sind tagaktiv, baumbewohnend und ihre Gruppen bestehen aus bis zu 10, gewöhnlich 4 - 6 Mitgliedern.

Ihre Nahrung besteht aus Früchten und Blättern. Diese Affen können oft im Wald rund um den archäologischen Ort gesehen werden. Ihr Verhalten ist ähnlich dem anderer Brüllaffen, die im immergrünen und flußnahen Tieflandwald zu finden sind. Sie sind in Zentralamerika, auf der Halbinsel Yukátan, in Guatemala und Belize anzutreffen. Brüllaffen sind bedroht durch Abholzungen, weil sie wegen ihres Fleisches gejagt werden und weil einige Populationen durch Gelbfieber-Epidemien dezimiert wurden. (CITES Anhang I, US-ESA gefährded)

Ihre lokale Namen sind: Mono aullador und saraguate auf spanisch; sie werden in Belize baboon genannt und hatten den Namen batz im Maya.

 

Weißrüsselbär

 

Ordnung:

Canidae

Familie:

Carnivora

Art:

Nasua narica


Weißrüssel-Coatis werden durch ihre dunkelbraunen Oberkörper und Schultern oder grauen Vorderteile identifiziert. Ihr Kopf ist manchmal rostig braun; ihre Schnauzen und Kinns sind weiß, auslaufend als weißer Streifen über den Augen. Sie können manchmal andere weiße Punkte über und hinter den Augen haben. Ihre Ohren sind kurz und umrahmt mit weißlichem Fell. Ihr Schwanz ist zwischen 75 und 100% so lang wie Kopf und Körper, bedeckt mit dickem Fell, aber nicht buschig. Er verjüngt sich zur Spitze, ist dunkelbraun mit helleren Ringen, normalerweise unauffällig bis unsichtbar. Ihre Füße sind dunkelbraun und ihre Vorderfüße kontrastieren oft mit ihren grauen Schultern. Kehle und Brust sind rauhreif-weiß, ihr Bauch ist dunkelbraun oder ebenfalls rauhreif-weiß. Ihre Vorderfüße haben lange Klauen und ihre Hinterfüße kräftige, gebogene Klauen.

Ähnliche Arten sind die Waschbären (Procyon cancrivorus), welche eine schwarze Maske, kurze Schwänze und normale Schnauzen haben. Ein anderer, naher Verwandter ist das Olingo/Makibär (Bassaricyon spp.), welches um einiges kleiner und ohne Gesichtsmarkierungen ist. Die Schwänze gefleckter Katzen werden vertikal gehalten und ähneln im Unterholz denen von Nasenbären, aber Katzenschwänze verjüngen sich nicht und sind ungleichmäßig in purem Schwarz und Weiß gepunktet.

Mitglieder aktiver Gruppen senden konstant sanfte, winselnde Geräusche aus, während ihre Alarmrufe explosives Bellen und Klicken einschließen. Das Weißrüssel-Coati ist tagaktiv, boden- und baumbewohnend; sie können ein Leben als Einzelgänger führen oder in Gruppen bis zu 30 Mitgliedern leben. Sie sind allesfressend, fressen Früchte, wirbellose Tiere und andere kleine Tiere. Nasenbären können beim Früchtefressen hoch im Walddach gesehen werden oder auf dem Waldboden nach tierischer Beute suchend. Dabei stoßen sie mit ihren langen Nasen in Spalten, drehen Steine um oder reißen tote Baumklötze mit ihren Klauen auseinander.

Coatis schlafen während der Nacht in den Baumkronen. Weibchen verlassen die Gruppe, wenn sie ihre Jungen bekommen, die in einem Nest in einem Baum aufgezogen werden. Sie werden in Waldhabitaten gefunden, wohnen im tropischen Regenwald und Waldkorridoren bis zu Chaco, Cerrado und trockenem Gestrüpp. Coatis leben in Nord-, Zentral- und Südamerika.

Das Weißrüssel-Coati wird auch Quash, cusumbo, cusumbo solo, gato solo, pizote, pizote solo, tejón, cuchucho und andasolo auf spanisch genannt. Sie sind lokal häufig bis rar. (CITES Anhang III)

 

Paka

 

Ordnung:

Rodentia (Nagetiere)

Familie:

(Agoutidae)

Art:

Agouti paca


Pakas werden durch ihre kastanienroten oder dunkelbraunen Oberkörper identifiziert. An den Seiten, vom Nacken zum Rumpf, haben sie drei oder vier Linien aus großen, weißen Punkten, die sich manchmal zu Streifen vereinen. Ihr Fell ist grob, spärlich und glatt. Ihre Köpfe sind groß, die Wangen geschwollen. Sie haben kurze, braune Ohren, ihre Schnurrhaare sind lang und die Augen groß und weit auseinanderstehend und leuchten hellgelb bis orange. Ihr Schwanz ist ein dünner Stumpf versteckt unter ihrem Gesäßfell. Ihre unteren Wangen, Kehle, Brust und die unteren Körperteile sind weiß. Ihre Vorderfüße haben vier Zehen, die Hinterfüße haben drei lange Zehen und zwei dünne Zehen, die gewöhnlich nicht den Boden berühren. Sie haben schwere, schweine-ähnliche Körper mit einem großen Rumpf. Ihre Jungen ähneln den Erwachsenen.

Sie sind den Pakarana (Dinomys branickii) ähnlich, Baby-Tapiren (Tapirus spp.) und dem Weißwedelhirsch (Mazama, odocoileus spp.), eine andere Paka-Art. Pakas gehen schwer und geräuschvoll auf dem trockenen Laub des Waldbodens. Bei Alarm rufen sie gewöhnlich nicht; sie geben ein heiseres Bellen von sich. Selten machen sie ein tiefes, rumpelndes Geräusch durch das Reiben ihre Zähne. Der Kopf ist modifiziert mit ausgedehnten Wangenknochen und Wangentaschen, die wahrscheinlich dazu dienen, dieses Geräusch, was ein soziales Signal zu sein scheint, zu verstärken.

Sie sind nachtaktiv, erdbewohnend, Einzelgänger und werden selten in Paaren gesehen. Sie fressen heruntergefallenes Obst, Blätter und einige Knollen wie die Malanga. Pakas sind häufiger nahe am Wasser großer Flüsse bis hin zu kleinen Sickerstellen und in sumpfigen Gebieten und dickem Dickicht anzutreffen, wo sie alleine nach Futter suchen.

Sie werden im vollentwickelten, gestörten und sekundären Regenwald, Bergwald und Waldkorridoren, Gärten und Pflanzungen gefunden. Pakas sind das höchst geschätzte neo-tropicale Wildtier wegen ihres zarten, kalbfleischartigen Fleisches. Sie sind am Tag leicht mit Hunden zu jagen oder in der Nacht mit Lampen. Sie sind nun in überjagten Gebieten selten oder lokal ausgestorben. Es ist nicht ungewöhnlich, sie im Menü zu finden oder sie werden als ein Hauptgang und Delikatesse in lokalen Restaurants angeboten. Um diese Art zu sichern, geben wir den guten Rat: konsumieren Sie kein Dschungelfleisch oder Tepe-Gerichte. Wo sie wenig gejagt werden, sind sie häufig und einfach zu sehen. Wegen ihres riesigen, geographischen Wohnraums und die Vorliebe für unzugängliche Sümpfe, Dickichte und sekundären Bewuchs sind Tiefland-Pakas, außer lokal, speziell in Zentralamerika und besonders im Petén nicht gefährdet. Es sollte sich die Mühe gemacht werden zu regeln, wieviel man in intakten Wäldern, in denen sie Teil der lokalen Ernährung sind, jagen kann. (CITES, Anhang III)

Ihre lokalen Namen sind Paca, jochi pintado, sari, paca, guagua, lapa, guanta auf spanisch, während die Maya es pak nennen. Im Petén werden sie tepezcuintle oder als Kurzform tepe genannt, während sie den Namen gibnut oder water haas in Belize haben.